Geld in einer Kasse zum Thema Steuerhinterziehung.

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Die Bundesregierung arbeitet intensiv daran, die negativen Auswirkungen auf den Energiemärkten infolge des russischen Angriffskriegs einzudämmen. Dafür unterstützt sie unter anderem private Haushalte und Unternehmen.

In einem ersten Schritt sorgte die Bundesregierung mit der „Soforthilfe Energiepreise“ (Dezember-Abschlag) im Jahr 2022 für wirksame Entlastungen bei den Energiepreisen und überbrückte damit die Zeit bis zur Einführung der Gas- und Wärmepreisbremse im Jahr 2023.

Auf der Grundlage des Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetzes (EWSG) sollen Kundinnen und Kunden von leitungsgebundenen Erdgas- und Wärmelieferungen in Höhe der Abschlagszahlung für den Monat Dezember 2022 entlastet werden. Die Umsetzung der Entlastung erfolgt über die Erdgaslieferanten und Wärmeversorgungsunternehmen, die zur Finanzierung dieser Entlastung einen Vorauszahlungs- bzw. Erstattungsanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland haben.

Das Antragsverfahren ist im Erdgas-Wärme-Soforthilfe-Gesetz (EWSG) geregelt.

Antragsverfahren

Anträge auf Vorauszahlungen bzw. Auszahlungen sind von den Erdgaslieferanten und Wärmeversorgungsunternehmen grundsätzlich über ihre jeweiligen Hausbanken an die KfW zu stellen. Vor Antragstellung ist der Vorauszahlungsantrag einer Prüfung hinsichtlich der Identität des Antragstellers und der Plausibilität der beantragten Zahlung zu unterziehen. Der Ergebnisbericht dieser Prüfung ist dem Antrag auf Vorauszahlung bzw. Auszahlung beizufügen. Anträge auf Prüfung (Prüfanträge) können bis zum 28. Februar 2023 gestellt werden, sofern nicht in begründeten Ausnahmefällen eine Fristverlängerung gewährt wird. Mit der Entgegennahme der Anträge sowie der Prüfung hinsichtlich der Identität des Antragstellers und der Plausibilität der beantragten Zahlung hat das BMWK die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) beauftragt.

Der Antragsteller kann bei Antragstellung PwC mit der Weiterleitung des Antrags und des Ergebnisberichtes über dessen Prüfung an seine Hausbank (Kreditinstitut, das ein Konto für den jeweiligen Antragsteller führt) beauftragen. In diesem Fall leitet die Hausbank den Antrag nach Prüfung der Identität des Antragstellers zur Auszahlung an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weiter.

Alternativ kann der Antragsteller den Antrag – nach erfolgter Prüfung der Identität des Antragstellers und der Plausibilität der beantragten Zahlung durch PwC und Vorliegen des Ergebnisberichtes – direkt bei seiner Hausbank zusammen mit dem Ergebnisbericht einreichen.
Die Antragstellung ist ausschließlich online möglich. Anträge können hier gestellt werden: Antragstellung

Das Formular ermöglicht auch das Stellen von Änderungsanträgen. Dabei sollten Antragsteller erwartete Änderungen zunächst bündeln und diese in einem Änderungsantrag gesammelt stellen. Erstanträge werden gegenüber Änderungsanträgen prioritär bearbeitet. Bei Erdgaslieferanten können Änderungen auch im Zuge der ohnehin erfolgenden Endabrechnung berücksichtigt werden.

Für jeden Erdgaslieferanten und jedes Wärmeversorgungsunternehmen im Sinne des EWSG ist ein eigener Antrag zu stellen. Ein einheitlicher Antrag für einen Unternehmensverbund ist nicht möglich. Von Versorgungsunternehmen, die sowohl als Erdgaslieferant als auch Wärmeversorgungsunternehmen tätig sind, sind jeweils separate Anträge für den Vorauszahlungsanspruch nach § 8 EWSG (Erdgaslieferanten) bzw. den Auszahlungsantrag nach § 9 EWSG (Wärmeversorgungsunternehmen) zu stellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Antragsverfahren (PDF, 481 KB)

Kontaktmöglichkeit bei Fragen zum Antragsverfahren
Telefon: 030-2636 5030
E-Mail: de_soforthilfegaswaerme@pwc.com