Die Welt in der Hand

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Beim ersten Wärmepumpengipfel im Sommer 2022 hat Bundesminister Robert Habeck die Rolle der deutschen Forschungslandschaft hervorgehoben, die mit Knowhow und Innovationskraft die Etablierung der Wärmepumpe als klimaneutrale Standard-Heizung in Deutschland maßgeblich voranbringen kann. Damit die Industrie in Deutschland bleibt und investiert, sollen Forschung und Entwicklung in diesem Bereich gestärkt werden. Hierzu startet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eine neue Forschungsinitiative und ruft Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu technologischen Innovationen im Bereich klimaneutraler Wärme und Kälte auf. Wärmepumpen spielen hier eine Schlüsseltechnologie, denn sie sind vielfältig einsetzbar: Sie werden in Gebäuden, in Fernwärmenetzen und für die Prozesswärme der Industrie genutzt – und – sie können auch Kühlen.
Die Förderinitiative adressiert, neben den Wärmepumpen, zudem auch umfassend die weiteren Forschungsbedarfe der Wärmewende, unter anderem die Absenkung des Wärmebedarfs und die saisonale Wärmespeicherung, die digitale Vernetzung sowie die Produktion und den Lebenszyklus der neuen Technologien.

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck:
„Die Energieforschung und die Innovationskraft der Unternehmen in Deutschland tragen wesentlich zum Gelingen der Wärmewende bei. Wir wollen den Wissensvorsprung ausbauen und Ergebnisse schneller in die Breite tragen. So schaffen wir die Transformation, sichern die Energiezukunft und bringen die Wirtschaft in unserem Land nach vorn. Durch die Stärkung der Wärmeforschung investieren wir jetzt in das Energiesystem von morgen. Ich lade alle kreativen Köpfe in Forschung und Industrie ein, ihr Knowhow, ihre Ideen und ihr Engagement einzubringen.“


Der Förderaufruf „Klimaneutrale Wärme und Kälte“ fordert Unternehmen und Forschungseinrichtungen zum Ideenwettbewerb um die besten Forschungsprojekte auf, die zur Beschleunigung der Wärmewende beitragen sollen.

Gefördert werden Forschungs- und Demonstrationsprojekte, in denen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, um zur schnelleren Dekarbonisierung des Wärme- und Kältesektors beizutragen. Die wichtigsten Ergebnisse sollen öffentlich gemacht werden, damit insbesondere Kommunen, Handwerksbetriebe und Wärmeversorger davon profitieren können.

Finanziert wird der Förderaufruf aus dem Budget der Energieforschung des BMWK, wo allein im laufenden Jahr 2022 600 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Beispiele für Forschungsthemen diese konkreten Förderaufrufs sind:

  • Stichwort Automatisierung: Die Hersteller von Wärmepumpen können die Automatisierung der Wärmepumpenproduktion sowie die Verwendung klimafreundlicher Kältemittel in den Geräten weiterentwickeln. Hier gibt es verschiedene Forschungsansätze, die weiterentwickelt werden könnten.
  • Stichwort klimafreundliche Baumaterialien: Die Immobilien- und Bauwirtschaft ist gefragt, innovative, vorgefertigte Dämm- und Baumaterialen, die klimafreundlich produziert werden und recycelbar sind, zu erproben und zu optimieren.
  • Stichwort Kommunen und Einbindung in Fernwärmenetze: Die kommunalen Wärmeversorger werden aufgerufen zu erproben, wie Solarthermie, Geothermie und Biomasse in die Fernwärmenetze eingebunden werden können, und dabei innovative Technologien wie Großwärmepumpen, saisonale Wärmespeicher und neue Regelungskonzepte zu nutzen.

Nähere Informationen finden Sie hier:
https://www.energieforschung.de/antragsteller/foerderangebote/foerderaufruf-klimaneutrale-waerme-und-kaelte

Informationen zur Energieforschung insgesamt finden Sie hier: www.energieforschung.de