Weltkugel im Gras symbolisiert G20-Energieministertreffen.

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck
„Der Klimawandel ist längst Realität, seine ökologischen und sozialen Folgen zeigen sich in allen Regionen der Welt: Extremwetter-Ereignisse wie Hitze oder Überflutungen treten häufiger auf, soziale Ungerechtigkeiten werden größer. Besonders stark betroffen sind wirtschaftlich schwache Länder des globalen Südens, die gleichzeitig am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, weil sie nur wenig Treibhausgas-Emissionen verursachen. Zugleich wird es uns nicht gelingen, die weltweiten Emissionen kurzfristig erheblich zu senken, wenn wir dafür nicht die großen Schwellenländer wie Indien, Südafrika, Indonesien oder Vietnam an Bord haben. Mit der Internationalen Klimaschutzinitiative fördern wir daher ambitionierte Projekte, um in unseren Partnerländern den Wandel zu einer klima- und biodiversitätsfreundlichen Gesellschaft voranzutreiben.“ 

Bundesumweltministerin Steffi Lemke:
„Der Verlust der biologischen Vielfalt ist neben der Klimakrise die zweite große und existenzielle ökologische Krise. Beide verstärken sich gegenseitig und lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Schutz und Erhalt der Biodiversität sind deshalb kein Selbstzweck, sondern überlebensnotwendig. Es ist deshalb richtig und wichtig, dass integrierte Lösungen zur Bewältigung der Klima- und Biodiversitätskrisen im Zentrum der anstehenden Vertragsstaatenkonferenzen für Natur- und Klimaschutz zum Jahresende stehen. Mit der IKI fördern wir genau diese integrierten Lösungen und unterstützen die Umsetzung der globalen Ziele in den Bereichen Klimawandel und Biodiversität in unseren Partnerländern. Der jetzt veröffentlichte IKI-Themencall ist eine wesentliche Unterstützung Deutschlands für den bei der Weltnaturkonferenz in Montréal zu verabschiedenden neuen globalen Biodiversitätsrahmen.“

Staatssekretärin Jennifer Morgan:
"Die Auswirkungen der Klimakrise zeigen sich immer dramatischer, niemand bleibt von ihnen verschont. Unsere Welt steht in Flammen aber die Emissionen steigen weiter und wir steuern auf einen Abgrund zu. Wir müssen jetzt umsteuern, damit wir die Erderhitzung noch auf 1,5° C begrenzen können. Mit der internationalen Klimainitiative fördern wir in diesem Jahr gezielt Projekte, um die globale Energiewende und die Umstellung auf eine klimaverträgliche, nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft zu beschleunigen. Aber viele Staaten sind heute schon von der Klimakrise in ihrer Existenz gefährdet. Wie niemand sonst merken das die kleinen Inselstaaten, die wortwörtlich vom Untergang bedroht sind. Mit der Klimainitiative unterstützen wir diese Staaten, mit den Auswirkungen der Klimakrise besser umgehen zu können und sich besser zu schützen.“ 

Mit dem aktuellen IKI-Ideenwettbewerb suchen die drei Ministerien innovative und zukunftsweisende Projekte für insgesamt zwölf Themenschwerpunkte. Die Minderung von Treibhausgasemissionen im Energie- und Landwirtschaftssektor, nachhaltiger und klimarelevanter Biodiversitätsschutz sowie Resilienz und Anpassung stehen in diesem Jahr im Fokus. So werden beispielsweise Projekte gesucht, die zur Förderung des Photovoltaik-Ausbaus auf landwirtschaftlichen Flächen beitragen, Lösungen für eine klimafreundliche Weiter- und Nachnutzung von ehemaligen Kraftwerksstandorten bieten, entwaldungsfreie Lieferketten für Agrarrohstoffe fördern, die Resilienz pazifischer Inselstaaten gegen klimabedingte Verluste und Schäden stärken oder effektiven Biodiversitäts- und Klimaschutz durch die Förderung nachhaltiger öffentlicher Anreizsysteme schaffen.

Weitere Informationen

Das Auswahlverfahren: Ideenwettbewerb als erster Schritt zur Förderung
Für die Projektauswahl können Projektskizzen in englischer Sprache bis zum 21.02 2023 (23:59 Uhr, MESZ) über die IKI-Onlineplattform eingereicht werden. Der Förderung oder Beauftragung im Rahmen des IKI-Themencalls ist ein Ideenwettbewerb vorgeschaltet. Die Teilnahme am Ideenwettbewerb steht sowohl potentiellen deutschen und internationalen Zuwendungsempfängern als auch potentiellen Auftragnehmern in Form von Durchführungsorganisationen des Bundes offen. Neben Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen können auch internationale zwischenstaatliche Organisationen (wie zum Beispiel Entwicklungsbanken) sowie Organisationen und Programme der Vereinten Nationen Projektskizzen einreichen.

Das IKI-Office der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH ist weiterhin als Projektträgerin für die IKI sowie die Vorbereitung und Durchführung des Ideenwettbewerbes verantwortlich.

Alle Informationen zum Themencall 2022 finden Sie auf der IKI-Website:
https://www.international-climate-initiative.com/PAGE70

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)
Die Internationale Klimaschutzinitiative ist ein wichtiger Teil der internationalen Klima- und Biodiversitätsfinanzzusagen der Bundesregierung. Das Förderprogramm wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und dem Auswärtigen Amt (AA) umgesetzt. Die IKI agiert im Kontext der Klimarahmenkonvention und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt. Sie finanziert Klimaschutz und Biodiversitätserhalt in Entwicklungs- und Schwellenländern. Bis heute hat die IKI mehr als 800 Klima- und Biodiversitätsprojekte weltweit mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von fünf Milliarden Euro (2008-2021) genehmigt.
https://www.international-climate-initiative.com/PAGE39