Das BMWK sucht kurzfristig für das Thema EU-Beihilfenrecht in der GD Wettbewerb der Europäischen Kommission in Brüssel bis zu vier Nationale Sachverständige (m-männlich/w/d)

mit Beginn ab 1.7.2022.

Die Referate COMP.H.2 und H3 sind zuständig für die Durchsetzung der EU- Vorschriften über staatliche Beihilfen in allen Mitgliedstaaten in den Bereichen IPCEI (wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse), Forschung, Entwicklung & Innovation und Umwelt (inklusive E-Mobilität, Dekarbonisierungsmaßnahmen von Industrieprozessen und Energieeffizienz) und Beschäftigung. Die Referate setzen die Kontrolle staatlicher Beihilfen durch die Prüfung individueller Beihilfen und Beihilferegelungen um und tragen zur Entwicklung der Politik im Bereich staatlicher Beihilfen und entsprechender Initiativen in ihren Zuständigkeitsbereichen bei.

Da dem BMWK eine rasche Prüfung und zeitnahe Genehmigung der Europäischen Kommission etwa für das IPCEI Wasserstoff wichtig ist, finanziert das BMWK einmalig bis zu vier Nationale Sachverständige für maximal je drei Jahre bis Besoldungsgruppe A14 zzgl. Tagegelder.

Nähere Einzelheiten wie die geforderten Qualifikationen etc. finden Sie im beigefügten Ausschreibungstext der Europäischen Kommission.
Bewerberinnen und Bewerber senden bitte ihren Lebenslauf im Europass- Format (http://europass.cedefop.europa.eu/de/documents/curriculum-vitae) auf Deutsch, Englisch oder Französisch bis zum 30. Juni 2022 direkt an: COMP- H2-H3@ec.europa.eu oder an max.lienemeyer@ec.europa.eu

STELLENAUSSCHREIBUNG ZUR EUROPÄISCHEN KOMMISSION ABGEORDNETE(R) NATIONALE(R) SACHVERSTÄNDIGE(R)

Generaldirektion: GD Wettbewerb
Direktion: Dir H — Beihilfekontrolle: Allgemeine Überprüfung und Durchsetzung
Referat: H2/H3 – IPCEI, Innovation und Umwelt
Referatsleiter: Demos SPATHARIS, Max LIENEMEYER
Telefon: +32 2 29 96839/86243
Anzahl der zu besetzenden Stellen: 4 Administratoren (AD)
Kategorie:
Gewünschter Dienstantritt: 1. Juli/September (flexibel) [1],
Gewünschte Dauer der 1. Abordnung: 2 Jahre1 (verlängerbar jedenfalls um 1 Jahr)
Dienstort: Brüssel
Besonderheiten: UNENTGELTLICH ABGEORDNET

1. Art der Tätigkeit:
Die Referate COMP.H.2 und H3 sind zuständig für die Durchsetzung der EU- Vorschriften über staatliche Beihilfen in allen Mitgliedstaaten in den Bereichen IPCEI (wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse), Forschung, Entwicklung & Innovation und Umwelt (inklusive E-Mobilität, Dekarbonisierungsmaßnahmen von Industrieprozessen und Energieeffizienz), und Beschäftigung. Die Referate setzen die Kontrolle staatlicher Beihilfen durch die Prüfung individueller Beihilfen und Beihilferegelungen um und tragen zur Entwicklung der Politik im Bereich staatlicher Beihilfen und entsprechender Initiativen in ihren Zuständigkeitsbereichen bei. Der Schwerpunkt der Referate liegt in der Prüfung von Beihilfen für wichtiger Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI) zum Beispiel Mikroelektronik und Kommunikationstechnologien, Batterien, Wasserstoff-Technologien und Wasserstoff-Anwendungen sowie in den Bereichen Cloud-Technologie und Gesundheit.

Hierbei geht es um die beihilferechtliche Prüfung der Vereinbarkeit mit den EU- Wettbewerbsregeln im Rahmen der IPCEI Mitteilung. Es gilt u.a. darum zu prüfen, ob das Vorhaben nachweislich ein erhebliches Marktversagen behebt, ob eine Gruppe einzelner Vorhaben in einer gemeinsamen Struktur integriert ist, auf grenzübergreifender Zusammenarbeit beruht, die Beihilfe auf das nötige Mindestmaß begrenzt ist (funding-gap Berechnung), neuartige Innovationen betrifft, die einen hohen Forschungsgehalt aufweisen oder die Entwicklung eines neuen Produkts oder einer neuen Dienstleistung mit hohem Forschungs- und Innovationsgehalt aufweisen. Bei Infrastrukturprojekten wird untersucht, ob diese für Unionsstrategien von großer Bedeutung sind. Des Weiteren sollen begünstigte Unternehmen einen erheblichen Kofinanzierungsbeitrag leisten, über die teilnehmenden Mitgliedstaaten und Unternehmen hinaus konkrete positive Spillovereffekte erzeugt werden und Wettbewerbsbeeinträchtigungen durch die Beihilfe durch ausreichende positive Auswirkungen aufgewogen werden.

Angeboten wird eine sehr interessante und bereichernde Stelle als Sachbearbeiter. Sachbearbeiter arbeiten üblicherweise in Teams, die für die Fälle vom Beginn bis zur förmlichen Annahme einer Entscheidung der Kommission verantwortlich sind. Zusätzlich arbeiteten die Referate eng mit anderen Referaten in der Kommission zusammen. Dadurch bieten sich weitere Möglichkeiten, das eigene Wissen zu erweitern und Erfahrungswerte zu sammeln. Wir bieten die Möglichkeit des Einstiegs in ein dynamisches Team hochqualifizierter Fachleute, das in einem stimulierenden, freundlichen und teamorientierten Umfeld arbeitet. Angesichts der wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung der Bereiche für die die Referate zuständig sind, bietet die Stelle einen breiten Spielraum für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Neue Mitarbeiter der GD Wettbewerb erhalten eine spezifische Einarbeitung in die Organisation und Arbeitsverfahren der Generaldirektion. Coaching und Mentoring durch einen erfahrenen Kollegen der Referate werden ebenfalls angeboten. Die GD Wettbewerb verfolgt eine Politik der Chancengleichheit an und betreibt ein System flexibler Arbeitszeiten.

2. Erforderliche Qualifikationen:

a) Zulassungskriterien

Nationale Sachverständige können zur Kommission abgeordnet werden, wenn sie alle Zulassungskriterien erfüllen. Bewerberinnen und Bewerber, die eines oder mehrere dieser Kriterien nicht erfüllen, werden automatisch vom Auswahlverfahren ausgeschlossen.

  • Berufserfahrung: Bewerberinnen und Bewerber müssen über mindestens dreijährige Berufserfahrung mit Aufgaben im administrativen, justiziellen, wissenschaftlichen oder technischen Bereich in beratender oder leitender Funktion verfügen, die mit den Tätigkeiten der Funktionsgruppe Administration (AD) vergleichbar ist.
  • Dienstalter: Bewerberinnen und Bewerber müssen ein Dienstalter von mindestens einem Jahr bei ihrem Arbeitgeber nachweisen, das heißt seit mindestens einem Jahr in einem dienst- oder vertragsrechtlichen Verhältnis mit einem Arbeitgeber im Sinne von Artikel 1 des ANS- Beschlusses stehen.
  • Sprachkenntnisse: Da die Bewerberinnen und Bewerber grundsätzlich nicht an Projekten, die von ihrem eigenen Mitgliedstaat angemeldet wurden, eingesetzt werden und die Arbeitssprache English ist, sind gründliche Kenntnisse in der englischen Sprache in dem für die Wahrnehmung ihrer Funktion erforderlichen Maße erforderlich

b) Auswahlkriterien

  • Bildungsabschluss: Eine universitäre Ausbildung mit Schwerpunkt auf Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Finanzanalyse, bzw. Wirtschafts- oder Rechtswissenschaft sowie gute analytische, redaktionelle und kommunikative Fähigkeiten wären von Vorteil.
  • Beurteilung von Sachverhalten im Zusammenhang mit den diversen IPCEI zu Grunde liegenden Themen wären auch von Vorteil.

3. Bewerbung und Auswahlverfahren

Die Bewerberinnen und Bewerber senden ihren Lebenslauf im Europass-Format (http://europass.cedefop.europa.eu/de/documents/curriculum-vitae auf Deutsch, englisch od. französisch bis zum 30. Juni direkt an COMP H2-H3 <COMP- H2-H3@ec.europa.eu oder max.lienemeyer@ec.europa.eu. Bei Nichteinhaltung dieses Verfahrens oder der Fristen wird die Bewerbung automatisch ungültig. Die Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, ihrer Bewerbung keine anderen Dokumente (wie Kopien des Personalausweises, Kopien von Abschlusszeugnissen, Nachweise der Berufserfahrung usw.) beizufügen. Diese Dokumente sind gegebenenfalls in einem späteren Stadium des Auswahlverfahrens vorzulegen.
Die Bewerberinnen und Bewerber werden von dem einstellenden Referat über den Stand ihrer Bewerbung informiert.

4. Bedingungen für die Abordnung nationaler Sachverständiger

Abordnungen fallen unter den Beschluss C(2008) 6866 der Kommission vom 12.11.2008 über die Regelung für zur Kommission abgeordnete oder sich zu Zwecken der beruflichen Weiterbildung bei der Kommission aufhaltende nationale Sachverständige (ANS-Beschluss). Der Wortlaut dieses Beschlusses ist unter folgender Adresse abrufbar: http://ec.europa.eu/civil_service/job/sne/index_de.htm.

Der ANS bleibt während der gesamten Dauer der Abordnung bei seinem Arbeitgeber angestellt und erhält seine Bezüge von diesem. Zudem ist er während der Abordnung auch weiterhin seinem nationalen Sozialversicherungssystem angeschlossen.
Während der Abordnung unterliegen die ANS den in den Artikeln 6 und 7 des ANS-Beschlusses vorgesehenen Verpflichtungen zur Vertraulichkeit, zur Loyalität und zum Nichtbestehen von Interessenkonflikten.
Bei unvollständigen oder falschen Angaben kann die Bewerbung abgelehnt werden.

Abgesehen davon, dass die Zulagen nicht gewährt werden, gibt es keinen Unterschied in der Behandlung zwischen einem kostenlosen SNE und einem mit Zulagen. Es gelten die gleichen Regeln, auch für Urlaub und Abwesenheiten.
Darüber hinaus können beide vom Zugang zu Kinderkrippen, Kindergärten und den Europäischen Schulen profitieren.

5. Verarbeitung personenbezogener Daten:

Bei der Durchführung des Auswahlverfahrens, der Abordnung und des Endes der Abordnung der ANS verarbeiten die zuständigen Dienststellen der GD HR, des PMO, der GD BUDG und der von dieser Ausschreibung betroffenen GD personenbezogene Daten der ANS unter der Verantwortung des Leiters des Referats HR. B4. Diese Datenverarbeitung erfolgt auf der Grundlage des ANS- Beschlusses der Kommission und unterliegt der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2000 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Organe und Einrichtungen der Gemeinschaft und zum freien Datenverkehr.

Die Daten der ANS werden für die Dauer von zehn Jahren ab dem Ende der Abordnung aufbewahrt (zwei Jahre bei ANS, deren Bewerbung zurückgezogen oder nicht berücksichtigt wurde).

Gemäß Artikel 13 der Verordnung zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten hat die betroffene Person das Recht, vom für die Verarbeitung Verantwortlichen Auskünfte über die sie betreffenden Daten zu erhalten, und zu verlangen, dass unrichtige personenbezogene Daten berichtigt werden. Die Bewerberinnen und Bewerber können sich jederzeit per E-Mail an den Europäischen Datenschutzbeauftragten wenden (edps@edps.europa.eu).

Hinweis für Bewerberinnen und Bewerber aus Drittländern: Ihre personenbezogenen Daten können für erforderliche Überprüfungen herangezogen werden. Weitere Informationen finden Sie unter folgender Adresse: http://ec.europa.eu/dgs/personnel_administration/security_de.htm.

Informationen über die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) finden Sie (in englischer Sprache) unter folgender Adresse:

http://ec.europa.eu/dgs/jrc/index.cfm?id=6270.

[1] Die Angaben zum Datum des Dienstantritts und zur Dauer der Abordnung
sind unverbindlich (Art. 4 des ANS-Beschlusses).