Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Die Auftragseingänge sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts1 im Februar gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt leicht gestiegen (+0,2 %); im Januar hatte es einen Rücksetzer (-11,4 %) nach einem kräftigen Anstieg im Dezember (+12,0 %) gegeben. Zuletzt war im Inland ein Orderplus zu verzeichnen (+1,5 %), während aus dem Ausland weniger Bestellungen eingingen (-0,7 %). Hier schlug ein kräftiges Minus aus dem Euroraum zu Buche (-13,1 %). Aus dem Nicht-Euroraum kam es zu einem Orderzuwachs von 7,8 %. Erneut war der Vormonatsvergleich insgesamt wieder durch den Verlauf bei den Großaufträgen geprägt; ohne diese ergab sich ein Minus von 0,8 % (Januar: -3,0 %).

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes war im Februar in den einzelnen Wirtschaftszweigen eine unterschiedliche Entwicklung zu beobachten: Deutliche Zuwächse meldeten der Maschinenbau (+10,7 %), die pharmazeutischen Erzeugnisse (+6,6 %) und die chemischen Erzeugnisse (+3,1 %). Rückgänge waren hingegen in den Bereichen elektrische Ausrüstungen (-1,9 %), Metallerzeugnisse (-5,3 %) sowie vor allem im gewichtigen Bereich Kfz und Kfz-Teile (-8,1 %) zu beobachten.

Nach dem kräftigen – vor allem durch Großaufträge geprägten – Rücksetzer im Januar haben sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich ergab sich eine deutliche Abnahme um 6,3 %. Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima und Einkaufsmanagerindizes haben sich zuletzt aufgehellt, was zusammen mit der jüngsten Nachfragestabilisierung auf eine allmähliche konjunkturelle Bodenbildung in der Industrie hindeuten könnte.

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1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5.April 2024.