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Artikel - Existenzgründung

Existenzgründungen – Motor der Wirtschaft

Einleitung

Die Zahl der Existenzgründungen wächst nach dem Corona-Gründungstief im Jahr 2020 deutlich. Ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Gesellschaft gibt Raum für „grüne“ Geschäftsideen, die den Gründungsmarkt seit 2021 wieder zunehmend bereichern. Digitale und internetbasierte Gründungen erreichen eine Rekordhöhe.

Start-ups und Existenzgründungen bilden für eine erfolgreiche deutsche Wirtschaft einen immer gewichtigeren Bestandteil. Sie sind essenzieller Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft sowie Wirtschaft. Neue Arbeitsplätze werden geschaffen und potenziell exportstarke Produkte entwickelt.

Allein im Jahr 2021 stiegen nach dem coronabedingten Einbruch im Jahr 2020 die Existenzgründungen von 537.000 auf 607.000 an (Quelle: Gründungsmonitor KfW 2022). Das sind knapp 30 % mehr Neugründungen als im Vorjahr. Gegenüber 2020 hat es ebenso 35 % mehr Vollerwerbsgründungen wie Nebenerwerbsgründungen gegeben. Die Gesamtzahl der Vollerwerbsgründungen wuchs 2021 auf 236.000 an, während die Zahl der Nebenerwerbsgründungen sogar auf 371.000 anstieg.

Start-ups sichern Arbeitsplätze

Laut dem Deutschen Startup Monitor 2022 stiegen auch die geplanten Neueinstellungen 2022 um 28 % gegenüber dem Pandemiejahr 2020. Das macht die Start-up-Branche zu einem nachhaltigen Versprechen für den wirtschaftlichen Aufschwung – nicht nur für Arbeitnehmende. Wie aus dem KfW-Gründungsmonitor 2022 hervorgeht, sind Chancengründungen bzw. „Gründungen zur Wahrnehmung einer Geschäftsgelegenheit“ 2021 auf 82 % gestiegen. Daraus lässt sich schließen, dass zu den Gründenden Personen zählen, die hohes Vertrauen in ihre Geschäftsideen gesetzt haben.

Positiver Trend: Mehr digitale und nachhaltige Start-ups

Die Herausforderungen der Zeit haben Gründerinnen und Gründer im Jahr 2021 mit technologischen und nachhaltigen Geschäftsmodellen gemeistert. Dieser positive Trend hat zu einem Rekord von 31 % digitalen und 41 % internetbasierten Gründungen geführt, geht aus dem KfW-Gründungsmonitor 2022 hervor. Mehr als 80 % der Start-ups haben laut Green Startup Monitor 2022 ein digitales oder hybrides Geschäftsmodell umgesetzt. Digitale Lösungen und eine deutlich gesteigerte Energieeffizienz in Produktions- und Arbeitsabläufen (englisch „Cleantech“) sind wichtige Bestandteile grüner Start-ups. Zudem denken sie vermehrt längerfristig: Nur ca. die Hälfte der Gründungsteams sind im Erfolgsfall an einem Exit interessiert.

Anteil von Gründungen aus weiblicher Hand wächst

Der Anteil von Frauen in der Gründungsszene ist prozentual deutlich geringer als der von männlichen Gründern. Allerdings lässt sich hier ein deutliches Wachstum feststellen: Der Anteil der Existenzgründungen von Frauen erhöhte sich im Jahr 2021 um 25 % auf 257.000. Der Gründerinnenanteil an allen Gründungen in Deutschland hat sich damit von 2020 bis 2021 um 4 Prozentpunkte auf 42% erhöht. Der Gründerinnenanteil jüngerer Existenzgründerinnen unter 30 Jahren hat sich um 9 Prozentpunkte erhöht und ist damit gegenüber 2020 insgesamt um 37 % gestiegen, so die Zahlen des KfW-Gründungsmonitors 2022.

Von Frauen geführte Start-ups bekommen jedoch bisher deutlich seltener Zugang zu Venture Capital, sie müssen häufiger auf privates Kapital aus Freundschafts- und Familienkreisen zurückgreifen. Hier gilt es, den Anteil der weiblichen Innovationskraft für die deutsche Wirtschaft zu stärken.

Venture Capital: interessante Finanzierungsform für Start-ups

Wer gründen will, muss häufig erstmal die passende Finanzierung finden – das ist in Zeiten von Corona-Pandemie und Klimakrise nicht leicht. Immer häufiger setzen Gründende nicht nur auf das Know-how, sondern auch auf das Kapital von etablierten Unternehmen. Das macht Venture Capital (VC) zu einem vielversprechenden Instrument. Für das hohe Risiko gibt es entsprechend große Renditechancen für die Kapitalgeber. Denn ist das Start-up erfolgreich, erhöht sich der Unternehmenswert.

Für Start-ups, die hohen Kapitalbedarf bzw. ein großes Wachstumsvorhaben am internationalen Zielmarkt realisieren wollen, eignet sich häufiger Venture Capital. Diese Finanzierungsform wird auch eher von Gründerinnen und Gründern mit akademischem Hintergrund gewählt, da sie zum Cashflow und zum Risikoprofil ihrer oft internetbasierter Geschäftsmodelle passen. Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2022 streben diese Finanzierungsform häufig jüngere Gründende an. Je innovativer und wachstumsorientierter die Geschäftsmodelle der Gründenden, desto risikoreicher werden sie und desto weniger kommt die klassische Kreditfinanzierung infrage. Dennoch haben sich 2021 von insgesamt 61.000 Start-ups nur 7.600 für eine VC-Finanzierung interessiert. Laut dem Green Startup Monitor 2022 hat mit 78 % der Großteil der befragten Start-ups auf Eigenkapital zurückgegriffen. 48% haben staatliche Fördermittel genutzt (Quelle: Green Startup Monitor 2022).

Das erschwert nicht nur den Start von Existenzgründungen, es fordert auch Deutschland als Wirtschafts- und Innovationsstandort für nachhaltige Technologien heraus. Um dem entgegenzuwirken, bietet beispielsweise die Gründungswoche Deutschland eine Vielzahl an Informationsveranstaltungen für Gründerinnen und Gründer sowie Gründungsinteressierte an.

Vier Zahlen zur Existenzgründung

19
Symbolicon für Menschen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


hat im Durchschnitt ein Start-up in Deutschland.

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2023

35
Symbolicon für Grüner Strom

Prozent der vom Green Startup Monitor erfassten Start-ups

sind grüne Start-ups, das ist ein neuer Höchststand.

Quelle: Green Startup Monitor 2023

49
Symbolicon für Glühbirne

Prozent aller Start-ups

haben bei ihrer Gründung Unterstützung von Hochschulen erhalten.

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2023

37
Symbolicon für Frau

Prozent aller Existenzgründungen

erfolgen durch Frauen (Voll-/Nebenerwerb)

Quelle: KfW Gründungsmonitor 2023

Mut zur Selbstständigkeit

Gründungen in Deutschland stärken

Mit vielfältigen Maßnahmen stärkt das Bundeswirtschaftsministerium den Gründungsgeist in Deutschland und unterstützt angehende Unternehmerinnen und Unternehmer auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Damit das Wirtschaftswachstum stark und dynamisch bleibt, sind mehr Gründerinnen und Gründer gefragt, die neue Märkte erschließen und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Daher möchte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) den Unternehmergeist und das Gründungsgeschehen in Deutschland stärken und den Schritt in die Selbständigkeit attraktiver gestalten.

Das BMWK setzt sich mit einer Reihe von Maßnahmen, Wettbewerben, Initiativen und Förderprogrammen für ein positives Gründungsklima in Deutschland ein:

  • Start-up Strategie der Bundesregierung
    Um die Rahmenbedingungen für Start-ups in Deutschland und Europa zu verbessern, hat die Bundesregierung im Sommer 2022 erstmals eine Start-up-Strategie beschlossen. Diese enthält rund 130 Maßnahmen, die in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden sollen: von neuen Förderprogrammen über Beratungsleistungen bis zu neuen Gesetzen.
  • Nationale Strategie für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen
    Zu Förderung gemeinwohlorientierter Unternehmen hat das BMWK gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie allen weiteren Ressorts die Nationale Strategie für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen entwickelt und setzt diese nun um. Mit 70 Maßnahmen in elf Handlungsfeldern werden die Rahmenbedingungen verbessert, Benachteiligungen gezielt abgebaut und bedarfsgerechte Förderangebote entwickelt.
  • Gemeinsamer Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“
    Im September 2022 startete die BMWK-Initiative „Frauen in Mittelstand, Handwerk, Gründungen und Start-ups“. An der Kickoff-Veranstaltung nahmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Verbänden, Finanzierungsinstitutionen, Frauennetzwerken und Wissenschaft teil. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren ein Netzwerk zu bilden, das positive Änderungen für die Berufs- und Lebensperspektiven von selbstständigen Frauen herbeiführt und die Leistungs-, Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Mittelstands stärkt. Im Mai 2023 ist ein gemeinsamer Aktionsplan mit mehr als 40 konkreten Maßnahmen veröffentlicht worden, an dem sich fünf Bundesministerien (BMWK, BMBF, BMFSFJ, BMG, IntB) und 27 weitere Institutionen beteiligt haben.
  • EXIST-Förderung für Gründungsteams aus den Hochschulen
    Ziel des Förderprogramms ist es, das Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verbessern. Darüber hinaus sollen die Anzahl und der Erfolg technologieorientierter und wissensbasierter Unternehmensgründungen erhöht werden.
  • INVEST-Zuschuss für Wagniskapital
    Mit dem Förderprogramm „INVEST-Zuschuss für Wagniskapital“ werden private Investoren motiviert, Wagniskapital für Start-ups zur Verfügung zu stellen. Business Angels, die privates Kapital in junge innovative Unternehmen investieren, profitieren von einem Erwerbszuschuss in Höhe von 25 Prozent der Investitionssumme und einem Exit-Zuschuss, der die Steuern auf Veräußerungsgewinne kompensiert.
  • Bürokratieabbau
    Mit diversen Maßnahmen, unter anderem digitalen, interaktiven Portalen, reduziert die Bundesregierung den bürokratischen Aufwand für Unternehmen. Darüber hinaus werden mit dem Bürokratieentlastungsgesetz III weitere Entlastungen für die Wirtschaft, insbesondere auch für Existenzgründerinnen und Existenzgründer sowie Mittelständler umgesetzt werden.
  • Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft
    Die Bundesregierung unterstützt die von kleinen und jungen Betrieben geprägte Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem bei der Initiierung von Kooperationen untereinander, mit der Industrie und dem Mittelstand sowie mit anderen Branchen. Ein zentrales Instrument dabei ist der Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten“.
  • Initiative „FRAUEN unternehmen“
    Bundesweit ermutigen über 240 Vorbild-Unternehmerinnen Frauen und Mädchen dazu, ihre Geschäftsideen umzusetzen und machen Mut zur beruflichen Selbstständigkeit.
  • Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“
    Der Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ hat sich unter der Federführung des BMWK gegründet. In diesem Umfeld arbeiten überregionale und überwiegend private Initiativen daran, die Stärkung von Unternehmergeist und ökonomischen Wissen an Schulen zu fördern und so die Gründungskultur in Deutschland zu stärken. Die Mitgliedsorganisationen stehen für Qualität, Kontinuität, internationale und praktische Ausrichtung. Die Initiativen und Projekte sollen Jugendliche befähigen, selbstbewusst, selbstbestimmt und kompetent an der Gestaltung der digitalen Gesellschaft und Arbeitswelt teilzuhaben. Entrepreneurship Education als Teil einer zeitgemäßen Allgemeinbildung umfasst die notwendigen Bildungsprozesse, mit denen die für die Arbeitswelt 4.0 erforderlichen Fähigkeiten und Schlüsselkompetenzen hervorragend vermittelt und trainiert werden können.
  • JUNIOR-Bundeswettbewerb
    Die JUNIOR Schülerfirmen sind Mitglied der vom BMWK gegründeten Initiative „Unternehmergeist in die Schulen. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7-13 haben im Rahmen des Programms von JUNIOR die Gelegenheit, eine Geschäftsidee zu entwickeln und diese für die Dauer eines Schuljahres in Form eines Schülerunternehmens an ihrer Schule umzusetzen. Beim jährlichen JUNIOR-Bundeswettbewerb wird die beste Schülerfirma aus allen Landessiegern ausgewählt.
  • Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen
    Der Wettbewerb zeichnet Start-ups mit innovativen Geschäftsideen, die auf Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik beruhen, mit Preisgeldern bis zu 32.000 Euro aus und bietet umfangreiche Unterstützungsangebote an.
  • Digitales Start-up des Jahres
    Der Preis zeichnet erfolgsversprechende, bereits am Markt etablierte junge Digitalunternehmen aus den BMWK -Gründungsinitiativen aus. Die Auszeichnung würdigt Start-ups, die ihre Gründungsideen in kurzer Zeit besonders erfolgreich umgesetzt haben und erfolgversprechende Konzepte für weiteres Wachstum verfolgen.
  • Der Deutsche Gründerpreis
    Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, herausragende junge Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Schülerfirmen in Deutschland. Er wird jährlich für vorbildliche Leistungen bei der Entwicklung von innovativen und tragfähigen Geschäftsideen und beim Aufbau neuer Unternehmen in den Kategorien Schülerinnen und Schüler, Start-up, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen.
  • Die Gründungswoche Deutschland
    Austausch ist alles: Netzwerke, Wettbewerbe, Messen, Foren und andere Veranstaltungsformate geben Gründerinnen und Gründern einen Rahmen, um mit Experten, potenziellen Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und ihre Potenziale und Chancen zu testen. Die Gründungswoche Deutschland bringt bundesweit viele Partner zusammen, die gemeinsam rund um das Thema Gründen informieren, beraten und inspirieren. Mehr als 1.9000 Partnerinnen und Partner bieten attraktive Veranstaltungen, Seminare und Events unter www.gruendungswoche.de.

Publikationen

Gründungsberatung

Selbständigkeit erfolgreich planen

Verlässliche Informationen und sorgfältige Planungen sind das Fundament für einen erfolgreichen Start als Unternehmerin und Unternehmer. Deshalb unterstützt die Bundesregierung Gründerinnen und Gründer bei den vielen kleinen Schritten auf dem Weg in die Selbständigkeit.

Für einen erfolgreichen Start in die Selbständigkeit müssen viele Fragen geklärt und Entscheidungen vorbereitet werden: Wie erstelle ich einen Businessplan? Wie setze ich meine Geschäftsidee um? Und woher bekomme ich mein Startkapital?

Mit www.existenzgruender.de bietet das BMWK umfangreiche Informationen, E-Trainings, Checklisten und Übersichten sowie Kontakte zu weiteren Ansprechpartnern zum Start in die Selbständigkeit an.

Denn für Gründerinnen und Gründer besteht ein breites Netzwerk von Starthelfern, Initiativen und Beratungsmöglichkeiten wie zum Beispiel:

  • Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Handwerkskammern (HWKs),
  • kommunale oder regionale Ämter oder Gesellschaften für Wirtschaftsförderung,
  • Innovations-, Technologie- und Gründerzentren,
  • Agenturen für Arbeit,
  • Gründungslehrstühle/Gründungsnetzwerke,
  • Gründungsmessen,
  • landesweite, regionale oder lokale Gründerinitiativen und
  • Businessplan-Wettbewerbe.

Die Gründerplattform

Auf der digitalen Plattform gruenderplattform.de von BMWK und KfW erhalten angehende Gründerinnen und Gründer umfangreiche Hilfestellung – interaktiv, maßgeschneidert und kostenlos.

Das Prinzip: Wer sich selbstständig machen will, soll alle gründungsrelevanten Vorbereitungen auf einer zentralen, digitalen Plattform abwickeln und sich dabei individuell beraten lassen können – von der Ideenfindung, über die Entwicklung des Geschäftsmodells und des Businessplans bis hin zur passenden Förderung und Finanzierung. Das Ziel: Existenzgründung in Deutschland einfacher machen. Damit das optimal klappt, bietet die Plattform eine Reihe digitaler Tools und bindet deutschlandweit alle zentralen Akteure für die Gründungsberatung und -finanzierung ein. Über 700 Partner wie Landesförderbanken, Kammern, Bürgschaftsbanken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken sind mit an Bord.Darüberhinaus gab es ca. 7 Mio. Besucher seit dem Launch 2018. Die Gründerplattform wird fortlaufend weiterentwickelt und um aktuelle Themen erweitert.

Start-ups im Dialog mit der Politik: Beirat "Junge Digitale Wirtschaft"

Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" berät den Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz aus erster Hand zu aktuellen Fragen der Informations- und Kommunikationswirtschaft, insbesondere zur Entwicklung und zu den Potenzialen der jungen digitalen Wirtschaft und neuer digitaler Technologien in Deutschland sowie zur Schaffung besserer Wachstumsbedingungen von Start-up-Unternehmen. Er ist im Hinblick auf die Dynamik der digitalen Wirtschaft flexibel und offen ausgestaltet und ermöglicht der deutschen Start-up-Szene einen direkten und praxisbezogenen Dialog mit der Politik.

Lagerhalle zum Thema Mittelstandsfinanzierung

© Halfpoint/stock.adobe.com

Maßgeschneiderte Finanzierungsförderung für den Mittelstand

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Gründungsfinanzierung

Starthilfe für Gründerinnen und Gründer

Eine solide Finanzierung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Gründung. Neben Eigenmitteln brauchen viele Existenzgründerinnen und -gründer zusätzlich externe Geldquellen oder Fremdmittel. Wichtig bei der Wahl ist vor allem, dass die Finanzierung zum Vorhaben passt.

Gründungswillige müssen in Immobilien, Ausstattung, Maschinen, Geräte und oft auch Personal investieren. Auch die Kosten für ihre eigene Lebenshaltung müssen im Businessplan kalkuliert werden. Damit aus ihren guten, zukunftsträchtigen Geschäftsideen erfolgreiche Unternehmen entstehen, sollten sich Existenzgründerinnen und Existenzgründer frühzeitig um eine Gründungsfinanzierung kümmern, die zu ihnen und ihrem Vorhaben passt. Das Portal www.existenzgruender.de hilft nicht nur dabei, den Kapitalbedarf bei einer Gründung zu ermitteln, sondern bietet auch weiterführende Informationen zum Thema Sicherheiten, Fremdkapital und Kapitalbeteiligung.

Grundsätzlich stehen als Finanzierungshilfe unter anderem folgende Programme zur Verfügung:

Weitere Informationen und einen Überblick zu allen Förderinstrumenten der Gründungsfinanzierung finden Sie auch im Dossier "Mittelstandsfinanzierung".

Wachstumsfinanzierung

Ist ein junges Unternehmen erst einmal etabliert, stellt sich schnell die Frage nach den nächsten Schritten. Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmen stehen bei der Planung und Verwirklichung ihrer Projekte jedoch häufig vor besonderen Herausforderungen: neuartige Vorhaben setzen eine detaillierte Vorbereitung und Beratung voraus, Investitionen und Betriebsmittel müssen finanziert werden, für die Aufnahme von Fremdkapital sind Sicherheiten zu stellen.

Die passende Wachstumsfinanzierung kann dabei helfen, angestrebte Veränderungen zu ermöglichen und eine Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt des Unternehmens zu schaffen. Förderprogramme von Bund und Ländern tragen dazu bei, Hindernisse zu überwinden und Erfolg versprechenden Vorhaben zur Umsetzung zu verhelfen. Insbesondere öffentliche Finanzierungshilfen, aber auch Informations- und Beratungsangebote spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Weitere Informationen und einen Überblick zu allen Förderinstrumenten der Wachstumsfinanzierung finden Sie auch im Dossier "Mittelstandsfinanzierung".

Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge sichern

Erfolgreiche Firmenübergaben sichern Arbeitsplätze und Fachwissen in Deutschland. Und sie bieten Nachfolgerinnen und Nachfolgern die Chance, ein Unternehmen aus bestehenden Strukturen weiterzuentwickeln, sei es im Bereich der Digitalisierung oder der Nachhaltigkeit.

Der demografische Wandel führt dazu, dass rund 30% der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer 60 Jahre oder älter sind. Für sie ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema Unternehmensnachfolge auseinanderzusetzen, um ihrem Unternehmen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Geschäftspartnern eine langfristige Perspektive zu bieten. In den nächsten fünf Jahren streben ca. 600.000 Unternehmen eine Nachfolge an (KfW-Nachfolgemonitor 2022). Rund die Hälfte der Unternehmerinnen und Unternehmer zieht dabei eine Unternehmensnachfolge an externe Käufer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Miteigentümer in Betracht. Für die Unternehmensübernahme sollten Übergebende als auch potentielle Nachfolgende ausreichend Zeit einplanen.

Online-Unternehmensnachfolgebörse www.nexxt-change.org

Die zentrale Plattform ist die Online-Unternehmensnachfolgebörse www.nexxt-change.org, die das BMWK gemeinsam mit der KfW betreibt. Über das kostenfreie Angebot können an einer Nachfolge Interessierte zueinander finden. Seit 2006 wurden so mehr als 19.000 Inhaberinnen und Inhaber und Nachfolgerinnen und Nachfolger erfolgreich zusammengebracht. Mit einem Netzwerk von mehr als 700 Regionalpartnern aus dem Bereich der Kammern und Banken bietet nexxt change zudem kompetente Ansprechpartner vor Ort, die bei den unterschiedlichen Fragen einer Unternehmensnachfolge Übergebende und Übernehmende unterstützen.

nexxt-change: Unternehmensbörse für die Nachfolge
Die nexxt-change Unternehmensbörse verbindet Unternehmerinnen und Unternehmer, die jemanden zur Nachfolge suchen, mit Gründerinnen und Gründern, die sich gerne mit einem bestehenden Unternehmen selbstständig machen wollen.

Umfangreiche Informationsplattform www.nachfolge-in-deutschland.de

Auf der vom BMWK geförderte Informationsplattform www.nachfolge-in–deutschland.de stehen u.a.

  • der nachfolg-o-mat, ein Analysetool für alle, die sich zum ersten Mal mit der Unternehmensnachfolge auseinandersetzen,
  • der kostenfreie und wissenschaftlich fundierte KMUrechner für die Wertermittlung eines Unternehmens,
  • das Nachfolgewiki, ein umfangreiches Online-Lexikon mit relevanten Themen und Checklisten rund um die Unternehmensnachfolge,
  • der Nachfolgefahrplan und
  • ein Test, mit dem die persönliche Präferenz für eine Neu- oder Nachfolgegründung ermittelt werden kann zur Verfügung.

BMWK-Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“

Um neue Impulse und Unterstützung für das Thema Unternehmensnachfolge vor Ort zu schaffen, fördert das BMWK rund 30 innovative Modellprojekte im Rahmen der Initiative „Unternehmensnachfolge - aus der Praxis für die Praxis“. Die Ideen der Modellprojekte sind vielfältig: Sie sensibilisieren für das Thema Unternehmensnachfolge, bieten Nachfolgeakademien, Coaching, digitale Tools und Veranstaltungen rund um die Unternehmensnachfolge an.

All jenen, die die Angebote der Modellprojekte vor Ort nicht nutzen können, stehen bereits einige Tools im Internet zur Verfügung, z.B.:

Eine Übersicht über alle geförderten Modellprojekte finden Sie hier: https://www.rkw-kompetenzzentrum.de/gruendung/unternehmensnachfolge/die-modellprojekte/

Webseiten für Gründerinnen und Gründer

Pressemitteilungen

  • 15.11.2022 - Pressemitteilung - Innovationsförderung

    Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und digitalen Start-ups häufig wegweisend für Innovationen

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.11.2022 - Pressemitteilung - Wirtschaftsbranchen

    Gründungswoche Deutschland 2022 – vielfältig, innovativ, zukunftsfähig

    Öffnet Einzelsicht
  • 30.08.2022 - Pressemitteilung - Digitale Technologien

    Kongress „Tage der digitalen Technologien“ – BMWK rückt nachhaltige Zukunftstechnologien in den Fokus

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.08.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Existenzgründung

    Venture Tech Growth Financing – Nächster Baustein des Zukunftsfonds startet

    Öffnet Einzelsicht
  • 27.07.2022 - Pressemitteilung - Mittelstandsfinanzierung

    Bundeskabinett beschließt Mittelstandsförderung aus dem ERP-Sondervermögen für das Jahr 2023

    Öffnet Einzelsicht
  • 27.07.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaft

    Start-up Fahrplan steht: Kabinett beschließt erste umfassende Start-up-Strategie

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.07.2022 - Pressemitteilung - Mittelstand

    Transformation zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit – Mittelstandsbeauftragter Kellner startet Dialogprozess mit über 40 Verbänden des Mittelstandes

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.06.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Existenzgründung

    Vier Jahre Gründerplattform – Vier Jahre Unterstützung für Gründerinnen und Gründer

    Öffnet Einzelsicht
  • 03.05.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaft

    Schutzschild der Bundesregierung für von Kriegsfolgen betroffene Unternehmen startet Schritt für Schritt

    Öffnet Einzelsicht
  • 07.04.2022 - Pressemitteilung - Innovationsförderung

    Über 300.000 Euro Preisgeld für innovative Start-ups: Nachhaltigkeit im Fokus des BMWK- Gründungswettbewerbs

    Öffnet Einzelsicht
  • 11.12.2020 - Pressemitteilung - Mittelstandsfinanzierung

    Wagniskapitalfinanzierung des BMWi lohnt sich – Erfolgreichster Exit in der Geschichte des High-Tech Gründerfonds vereinbart

    Öffnet Einzelsicht
  • 11.08.2021 - Pressemitteilung - Existenzgründung

    Global Entrepreneurship Monitor: Vielfalt wächst! Viele Jüngere, Frauen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte gründen ihr eigenes Unternehmen

    Öffnet Einzelsicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Junge Gründerinnen und Gründer sprechen über eine Zeichnung; Thema Existenzgründung; Quelle: Getty Images/Emely