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Artikel - Energieeffizienz

Deutschland macht’s effizient

Einleitung

Energieeffizienz lohnt sich: Denn die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Damit die Energiewende ein Erfolg wird, müssen Strom und Wärme noch effizienter genutzt werden.

Ein unverzichtbarer Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele und damit zum Schutz der Erde ist die Energieeffizienz. Das heißt, das gleiche Ziel mit möglichst wenig Energie erreichen – und den verbleibenden Bedarf langfristig ausschließlich mit erneuerbaren Energien decken. Auf diese einfache und gleichzeitig herausfordernde Formel lässt sich die Energiewende bringen.

Die Energiewende wird gelingen, wenn wir die Energieeffizienz deutlich steigern und dadurch unseren Energieverbrauch senken. Zuletzt ist Deutschland hier vorangekommen und braucht deutlich weniger Energie für seine Wirtschaftsleistung als früher. Aber das ist noch lange nicht genug und es gilt, weitere Effizienzpotentiale zu realisieren. Das BMWK unterstützt Privatpersonen und Unternehmen dabei.

Energieeffizienz bringt mehr für alle – und spart Geld

Zum einen profitiert das Klima: Denn wer energieeffizient handelt, stößt weniger CO2-Emissionen aus. Und zum anderen lohnt sich der bewusste Umgang mit Energie auch für den Geldbeutel – von Privathaushalten, Unternehmen und Kommunen. So sind die Renditen von Investitionen in Energieeffizienz zurzeit meist höher als bei sicheren Anlagen auf dem Kapitalmarkt.

Mehr Wachstum – bei weniger Energieverbrauch

Eine höhere Energieeffizienz macht auch die deutsche Wirtschaft international wettbewerbsfähiger. Denn: Wer weniger Ressourcen verbraucht und weniger Emissionen ausstößt, verschafft sich einen Kostenvorteil. Dieser Kostenvorteil wird umso größer, je höher der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen wird. Ein sparsamer Umgang mit Energie fördert zudem neue Geschäftsmodelle sowie innovative Technologien und Dienstleistungen, mit denen deutsche Unternehmen auf internationalen Märkten punkten können.

Daten und Fakten auf einen Blick

50
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent
weniger Primärenergie soll bis zum Jahr 2050 in Deutschland verbraucht werden (im Vergleich zu 2008).

> 278
Symbolicon für Netzwerke

neue Energieeffizienz-Netzwerke
gibt es bereits – im Zusammenspiel von Industrie, Handel und Handwerk.

10
Symbolicon für Heizen

Millionen Heizungsanlagen
in Deutschland sind älter als zehn Jahre – und viele haben eine unbefriedigende Energiebilanz.

Beratung und Förderung

Mehr aus Energie machen

Mit zahlreichen Beratungs- und Förderprogrammen unterstützt die Bundesregierung Bürgerinnen und Bürger wie auch Unternehmen auf ihrem Weg zu einem effizienteren Energieverbrauch.

Energieeffizienz lohnt sich: Für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen und Kommunen. Bevor Sie jedoch in energieeffiziente Maßnahmen investieren, sollten Sie sich umfassend informieren. Die Bundesregierung bietet dazu ein breites Angebot an Beratungs- und Informationsangeboten an.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher: Erste Beratung und Energiechecks

Im Rahmen der breit angelegten Informationskampagne "Deutschland macht's effizient" hat das Bundeswirtschaftsministerium eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 0115 000 können sich Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen über die zahlreichen Fördermöglichkeiten rund um Energieeffizienz informieren. Weitere Informationen und praktische Tipps gibt es auf www.energiewechsel.de.

Wer sich einen ersten Überblick verschaffen will und Tipps zum Energiesparen sucht, ist bei den Verbraucherzentralen an der richtigen Adresse: Gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz reicht ihr Informationsangebot von Online- und Telefonberatung über Beratungsgespräche bis hin zu Terminen bei Ihnen zu Hause. Ein weiterer Service sind "Energie-Checks", die Mieterinnen und Mietern sowie Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern zeigen, wo sie Energie in den eigenen vier Wänden einsparen können. Mehr Informationen dazu finden Sie im Artikel zur Energieberatung für private Haushalte.

Infografiken und Checklisten helfen Verbraucherinnen und Verbrauchern, das für sie optimale Gerät zu finden. Die Materialien geben Verbrauchern auch Tipps und Hinweise dazu, wie sie ihre Bestandsgeräte im Alltag energiesparender nutzen können, um so ihre Stromrechnung zu senken.

Energieberatung und Förderung für Unternehmen

Nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher, auch Unternehmen sparen Geld, wenn sie in energieeffiziente Anlagen oder Verfahren investieren. Der Mittelstand und Kommunen profitieren von einer ganzen Bandbreite an Beratungs- und Fördermöglichkeiten in Sachen Energieeffizienz. Ob es um die Förderung von investiven Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, Energiemanagementsystemen, Abwärmevermeidung und -nutzung oder Investitionen in energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse geht – oder Zuschüsse für Beratungen: Mehr erfahren Sie hier www.energiewechsel.de/unternehmen.

Gemeinsam schneller ans Ziel: Dialog Energieeffizienz

Nur gemeinsam und im gezielten Erfahrungsaustausch mit Multiplikatoren kann erreicht werden, dass mehr Unternehmen, Kommunen und private Haushalte finanziell geförderte Energieeffizienzmaßnahmen kennen, umsetzen und die Energie- und Wärmewende weiter voranbringen. Der Dialog Energieeffizienz richtet sich daher an Akteure wie etwa Verbände und Kammern, Energieagenturen, Länder und Kommunen oder Banken. Er verfolgt das Ziel, gemeinsam Kommunikationskanäle zu identifizieren, um Energieverbraucherinnen und Verbraucher gezielt über Energieeffizienz-Maßnahmen zu informieren. Weitere Informationen gibt es auf der Seite „Dialog Energiewechsel”.

Glossar Energiewende

Symbolicon für Buch

Von Abwärme bis Wirkungsgradprinzip: Das Glossar erläutert wichtige Begriffe rund um das Thema Energiewende.

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Energieeffiziente Produkte und Energielabel

Je grüner, desto effizienter

Energieverbrauchskennzeichnungen machen den Verbrauch von Produkten sichtbar und erleichtern es Kunden, energieeffiziente Produkte zu wählen. Gleichzeitig sorgen sie für mehr Wettbewerb zwischen den Herstellern.

Das farbige EU-Energielabel gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern eine verbesserte Informationsgrundlage über den Energieverbrauch an die Hand und ermöglicht ihnen so, energieeffizientere Produkte auszuwählen.

Die EU-Energielabel-Verordnung umfasst dabei alle energieverbrauchsrelevanten Produkte. Neben Haushaltsgeräten erfasst sie auch Produkte für gewerbliche Anwendungen sowie Produkte, die zwar keine Energie verbrauchen, jedoch maßgeblichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben (zum Beispiel Wärmeschutzfenster). Als wichtige Produktgruppe werden auch Heizgeräte und Warmwasserbereiter mit einem Label versehen.

Mit besonders effizienten Geräten Energie und Geld sparen

Das EU-Energielabel informiert nicht nur über die Effizienz des jeweiligen Geräts, sondern – je nach Produktart – beispielsweise über den Wasserverbrauch (bei Wasch- und Spülmaschinen) oder die Lautstärke. So hilft das Label Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei, verschiedene Geräte miteinander zu vergleichen.

Die Energielabel-App informiert Verbraucherinnen und Verbrauchern über Neuerungen, bietet eine transparente Entscheidungshilfe beim Einkauf und zeigt, worauf es bei energieeffizienten Geräten ankommt. Weitere Materialien können Sie auf „Energiewechsel” abrufen.

Effizienzlabel für alte Heizungsanlagen

Ein wesentlicher Anteil der Energie wird in Deutschland im Gebäudebereich für Heizung und warmes Wasser verbraucht. Deswegen wird seit Januar 2016 bei Heizkesseln, die älter als 15 Jahre sind, schrittweise ein neues Effizienzlabel (PDF: 2 MB) angebracht. Auf diese Weise werden Verbraucherinnen und Verbraucher über den Effizienzstatus ihres Heizgerätes und über Energieberatungsangebote und Förderungen informiert – und zum Austausch ihrer Altanlage motiviert. Die Kennzeichnung soll die Austauschrate bei alten Heizgeräten erhöhen und Verbrauchern einen Anstoß zum Energiesparen geben. Heizungsinstallateurinnen und Installateure, Schornsteinfegerinnen und Schonsteinfeger sowie bestimmte Energieberaterinnen und Berater sind berechtigt, die Etiketten zu vergeben - seit 2017 ist es Pflicht der Bezirksschornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger, die Etiketten anzubringen.

Erklärfilm zum Heizungslabel

Ein eingerüstetes Gebäude symbolisiert Energiewende im Gebäudebereich

© istockphoto.com/OGphoto

Effiziente Gebäude

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Länder und Märkte

Auf in neue Märkte!

Die Exportinitiative Energie unterstützt kleine und mittlere deutsche Unternehmen der Energiebranche bei der Erschließung von Auslandsmärkten.

Angesprochen sind Unternehmen, die Energielösungen im Bereich erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze oder Speicher anbieten. Auch neue Technologien wie Power to Gas oder Brennstoffzellen rücken in den Fokus.

Die Fördermaßnahmen beruhen im Wesentlichen auf fünf Säulen: Die Informationsbereitstellung, das Geschäftsreiseprogramm, das Auslandsmesseprogramm, das Projektentwicklungsprogramm für Schwellen- und Entwicklungsländer sowie das Renewable-Energy-Solutions (RES)-Programm zur Umsetzung von Referenz-/Leuchtturmprojekten. Flankierend zum Geschäftsreiseprogramm gibt es je nach Bedarf vor Durchführung von Geschäftsreisen Informationsveranstaltungen oder Webinare, Finanzierungsberatung der teilnehmenden Unternehmen und die Moderation der Konsortialbildung zwischen deutschen KMU. Mithilfe der Exportinitiative Energie wird die Geschäftsanbahnung mit ausländischen potentiellen Kunden für die deutschen Unternehmen wesentlich vereinfacht und nachweislich beschleunigt. Die teilnehmenden Unternehmen sparen nachweislich Zeit und Geld.

Nutzen Sie das Angebot der Exportinitiative für sich und ihren Export! Wertvolle Informationen zum breiten Angebotsspektrum der Initiative unter „www.germany-energy-solutions.de“.

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Pressemitteilungen

  • 29.03.2022 - Gemeinsame Pressemitteilung - Energiewende

    Berliner Energiewende-Konferenz im Zeichen der angestrebten Unabhängigkeit von fossilen Energien

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.03.2022 - Pressemitteilung - Klimaschutz

    Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert Mikro-Depots

    Öffnet Einzelsicht
  • 11.01.2022 - Pressemitteilung - Energiewende

    Habeck legt Eröffnungsbilanz Klimaschutz vor
    „Müssen Geschwindigkeit der Emissionsminderung verdreifachen.“

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.12.2021 - Pressemitteilung - Energiewende

    Habeck: „Zusätzliche Flächen für Windenergie auf See bringen dem Ausbau der Erneuerbaren einen kräftigen Schub“

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.12.2021 - Gemeinsame Pressemitteilung - Klimaschutz

    Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Staatssekretär Patrick Graichen nehmen gemeinsam am EU-Umweltrat teil

    Öffnet Einzelsicht
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